Clickerseminar bei der OG Hirschaid am Sonntag den  20.10 2019


Bei herrlichem Herbstwetter trafen sich Schäferhundefreunde aus der OG Hirschaid, OG Reichmannsdorf, OG Forchheim-Nord und der OG Stein zum Clicker Seminar mit dem Referenten Udo Schnarr aus der OG Staffelstein.

Von 9:00 Uhr bis zur Mittagspause gab es Theorie und Verständnisübungen im Vereinsheim.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es dann auf den Platz um die Theorie mit den Hunden auch praktisch umzusetzen.

Zuerst fingen wir mit Angelika und ihrer 5-monatigen Hündin an, das Konditionieren zu lernen. Danach versuchten wir das Erlernte bei den verschiedenen Altersgruppen unserer Hunde anzuwenden.

Das waren Klaus mit Tago, 8 Monate, Monika mit Caja, 15 Monate, Christina mit Eika, 3,5 Jahre, Isa mit Floyd, 4 Jahre, Peter mit Xaver, 4,5 Jahre, Daniel mit Faust, 5 Jahre und Loni mit Damko, 7 Jahre.

Am Ende des Tages waren alle geschafft. Sie bedankten sich noch beim Übungswart Müller Helmut und Seminarleiter Udo Schnarr, sowie bei der hervorragenden Bewirtung durch Gerlinde und Christa und bei den Kuchenbäckerinnen Irmi und Moni.


Clickertraining für den Hund ?

Clickern, was ist das eigentlich? Das Clickertraining ist eine auf Erkenntnissen aus der Verhaltensforschung basierende Methode, um Hunde durch ein akustisches Signal (Klick) und der damit verknüpften Belohnung zu erwünschten Verhaltensweisen zu motivieren.

Sie werden vermutlich darüber staunen, dass Ihr Hund besser auf einen Klick hört als auf ein gesprochenes Kommando. Dabei zeigt sich, dass die meisten Hunde ein Clickertraining positiv annehmen und spielerisch Aufgaben lösen lernen.

 

Clickertraining verstehen und vorbereiten

 

Clickern ist eine gute Trainingsmethode, um Ihren Hund durch positive Verstärkung zu einem gewünschten Verhalten zu motivieren. Sie brauchen dafür nur artgerechte und gesundes Futter und einen Clicker oder „Knackfrosch“. Der Clicker erzeugt ein neutrales Geräusch, das nicht alltäglich und im Gegensatz zu Ihrer Stimme frei von Emotionen ist. Der Finger, der den Clicker betätigt, ist darüber hinaus wesentlich schneller als ein gesprochenes Kommando oder Lob. Das kurze „Knick-Knack“ soll dem Hund punktgenau signalisieren: „Das hast du super gemacht und gleich gibt es dafür eine Belohnung!“

Bevor diese Verknüpfung funktioniert, muss Ihr Hund erst einmal lernen, dass auf den Klick eine leckere Belohnung folgt. Diesen ersten Schritt beim Clickern nennt man „klassische Konditionierung“. Das Klickgeräusch ist dabei die „sekundäre Verstärkung“, die das Leckerchen, nämlich die „primäre Verstärkung“, ankündigt. Beides zusammen soll zu einer gewünschten Handlung des Hundes führen.

Starten Sie das Clickertraining mit Ihrem Hund erst, wenn Sie sich selbst darauf „konditioniert“ haben, denn das richtige Timing beim Klicken ist sehr wichtig. Mit einer kleinen Übung lernen Sie, Ihren Klick auf ein bestimmtes Ereignis hin punktgenau abzustimmen.

 

Den Hund auf den Clicker bringen: die Konditionierung

Am Anfang ist der Klick des Clickers für den Hund gänzlich bedeutungsfrei. Die erste Clickertraining-Übung besteht daher in der Konditionierung des Hundes auf die Verbindung von Klick und Belohnung. Hierfür sollten sich Anfänger zunächst mit einem Leckerlibeutel

und einem speziellen Clicker ausstatten. Suchen Sie sich für die ersten Übungen einen ablenkungsfreien Ort und beginnen Sie mit Ihrem Hund die Konditionierung zu üben.

Der erste Klick sollte wie beiläufig passieren, ohne dass Sie von Ihrem Hund etwas erwarten. Sie klicken und geben sofort dem Hund ein Leckerli: Klick – Leckerli – Klick – Leckerli. Diese Prozedur wiederholen Sie pro Übung ca. zehn bis 20 Mal, zwei bis drei Mal am Tag, 1-2 Wochen lang.

 

Dabei sollten Sie folgende Regeln befolgen:

  • Nehmen Sie das Leckerli unbedingt erst nach dem Klick in die Hand
  • Geben Sie dem Hund das Leckerli sofort nach dem Klick.
  • Zielen Sie nicht mit dem Clicker auf Ihren Hund.
  • Schauen Sie Ihrem Hund nicht in die Augen.
  • Sprechen Sie nicht mit ihm.

Die häufigsten Fehlerquellen sind:

  • Die Aufgaben, die Sie dem Hund stellen, sind für ihn noch zu schwierig.
  • Sie zeigen das Klicken nicht präzise, auf den Punkt gebracht an.
  • Der Hund hat die primäre Konditionierung nocht nicht begriffen.
  • Sie setzen die Sprache an und lenken den Hund dadurch vom Clicker ab.

                                                                                                                                                                                                                                                                       H.Müller